Sonntag, 26. November 2017

[Falsch aufgewacht] Achtung, Plotloch

Hallo meine lieben Leute! 

Wie ihr wisst, schreibe ich ja aktuell noch an "Falsch aufgewacht". Der Roman ist mein Projekt für den NaNoWriMo, soll also bestenfalls noch im November fertig werden. 

Bis zum 23.11 lief auch alles super. Meine Idee hatte ich nur grob ausgearbeitet, jede Lehrerfigur ihr eigenes Kapitel bekommen. Wie genau der Tag der Figuren dann abläuft, entwickelte sich beim Schreiben, ich hatte nur Notizen zum Charakter und das war es. 

Doch eine Woche vor dem Ende des NaNoWriMos passierte es dann: Diese grobe Planung wurde mir zum Verhängnis, denn eine wichtige Frage hatte ich nicht durchdacht.

Im letzten Kapitel des Romans sollte mein Protagonist Alexander ja die Chance erhalten, selbst zu unterrichten. Dazu wollte ich ihn einfach in seinem eigenen Erwachsenen Körper erwachen lassen. Doch ich hatte dabei wohl vergessen, dass er irgendwie davon in Kenntnis gesetzt werden muss, dass er Lehrer ist. Und er muss wissen, wo seine Schule steht, wie die Schüler heißen. Wie soll das nur gehen? 

Bevor ich diese Fragen geklärt habe, kann ich also das abschließende Kapitel gar nicht schreiben, obwohl ich doch so gern am 30.11. fertig werden würde. 

Trotzdem - ich schob das Problem beiseite und arbeitete weiter am vorletzten Kapitel. Dann ging ich schlafen - und als ich wieder aufwachte, war immer noch keine Lösung vom Himmel gefallen. Menno. 

Doch dann, als ich diesen Beitrag hier am 24.11. zu tippen begann, fielen mir mehrere Möglichkeiten ein: 

  • Er könnte eine Frau haben, die ihn irgendwie an seinen Beruf erinnert.
  • Es könnte eine Stimme aus dem Off ihm am Morgen das Wesentliche mitteilen.
  • Sein wirkliches erwachsenes Ich könnte ihn gedanklich aufklären.
  • Er könnte den Stundenplan in der Wohnung hängen haben, vielleicht noch eine Einladung zu einer Konferenz der Schule, auf der die Adresse steht.
Viele Möglichkeiten... Und die Entscheidung werde ich wohl beim Schreiben treffen.

Welche hättet ihr gewählt?

Kommentare:

  1. Öhm …
    Dann erst einmal die Frage: "Dazu wollte ich ihn einfach in seinem eigenen Erwachsenen Körper erwachen lassen." – okay, *einfach*, aber was ist die tatsächliche zeitliche Ausgangssituation?

    Sind die Wechsel in die Körper der Lehrer "Sprünge" in die Vergangenheit und er ist JETZT erwachsen, d.h. die Geschichte spielt sich eigentlich zu Alexanders Erwachsenenalter ab?
    Quasi: Erinnerst du dich noch?

    Oder ist es ein (nicht echter?) Wechsel in die Zukunft und die Geschichte spielt sich zu Alexanders Teenager-Zeit ab (danach klingt die initiale Beschreibung nämlich)?
    Quasi: Was wäre wenn?

    Dritte Möglichkeit, die ich hoffentlich zusammenkriege:
    Alexander hatte diese "Erlebnisse" tatsächlich in der Vergangenheit und das letzte Kapitel spielt tatsächlich in seiner Zukunft – aber hat er dann die Träume vergessen? Gut, es kommt häufig vor, dass Schüler Lehrer werden wollen, weil ihre eigenen Lehrer Knalltüten waren und es besser machen wollen (und dann ebenfalls scheitern). Eigentlich kommt ja sogar die Zeit des Referendariats noch … schon da kann man es besser/schlechter machen.

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    1. Also, fangen wir mal vorne an: Präsenz ist die Zeit, in der er 17 ist. Wenn er also als er selbst als Lehrer erwacht, macht er eine Reise in die Zukunft - so ist das gedacht. Ich merke schon, mein Plot ist weniger verständlich, als ich dachte...
      Wenn er in anderen Lehrern steckt, dann sind das Personen, die er nicht kennt. Aber da meist die selbe Technik benutzt wird wie in seiner Jugend, kann man davon ausgehen, dass da keine Zeitsprünge passieren.

      Ob er dann wirklich Lehrer wird, bleibt aber offen - vielleicht hatte er nur diesen einen Tag die Chance, sein Fähigkeiten zu beweisen. Es gibt ja noch Teil zwei ;)

      Ich hoffe, ich konnte dir das nun verständlicher machen.

      Liebe Grüße

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  2. Ich glaube, das liegt weniger am Plot, sondern am Umreißen. Wenn ich irgendwen von meinen Geschichten erzähle, rallt auch nie einer was "beim" ersten Mal, weil irgendein Detail fehlt. Ist normal, denke ich. Außer der Plot ist so banal alá "tollpatschiges Mädchen verliebt sich in unerreichbaren Schulschwarm", wenn es um so etwas gehen würde, würde ICH mir Gedanken machen, aber bei Zeitsprüngen … die sind immer verwirrend.


    Also quasi Variante 2 …
    Dann bin ich für die Möglichkeit mit der Ehefrau – und zwar möglichst schräg.

    Am besten ist er mit einer "früheren" Mitschülerin verheiratet, über die er sich immer lustig gemacht hat (weil dick? Weil sie nach Kohlsuppe roch? Lag aber nur am schlecht durchlüfteten Waschraum und der Meinung ihrer Mutter, dass man keinen Trockner braucht), die aber durch Zufall, genau wie er, Lehramt studiert hat.
    Genau das Gleiche wie Alexander.
    Lustigerweise hat er sie in der Schulzeit immer in genau dem Fach, was BEIDE studiert haben, ausgenutzt und ihre Hausaufgaben abgeschrieben.
    Also Mathe *bäh*.
    Hat sie auch dummerweise immer zugelassen.
    Auch im Abi.
    Studium hat er trotzdem geschafft, weil Alexander ja ein kluges Kerlchen ist.
    Und dann kam Fräulein Kohl im Referandariat an die gleiche Schule zurück #drama #klischee #wuahwuahwuah
    (Das kannst du dann in Band 1.5 schreiben, um die Chicklit-Leser zu befriedigen!)
    Und auch jetzt muss sie ihm ab und zu noch aushelfen, wenn er beim Korrigieren trödelt und ihn seine Schüler im Nacken sitzen …

    … okay, ich schweife ab und sollte zu meinen eigenen Reisevorhaben in die Welt eines neuen Plots zurückgehen.

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  3. Ja, Zeitsprünge sind wohl echt nicht so einfach... vielleicht hätte ich die aus meinem ersten Roman noch raus lassen sollen. :D

    Aber ich habe auch Variante 2 genommen - allerdings läuft es nicht so ganz schräg ab, weil die Ehefrau auf Dienstreise ist. ;) Deine Idee ist aber wirklich gut, und wenn ich nicht schon angefangen hätte, wäre das durchaus eine Option. Vielleicht lässt sich ja noch was machen, wenn sie ihn anruft... Whatsapp geht nicht, weil er ja seinen PIN-Code nicht kennt. Da hat er sich schon drüber geärgert. ;)

    Aber Band zwei und drei - da kriegt die Ehefrau noch viele Auftritte. Dein Kommentar wird als Inspiration abgespeichert - wenn ich was davon benutze, kriegst du eine namentliche Erwähnung im Vorwort des zweiten Teils, wenn du magst.

    Liebe Grüße

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  4. … auf jeden Fall kann sie ihn ja daran erinnern, dass er die Wäsche aus der Waschmaschine tun muss.

    "Und denk' bitte an die Wäsche in der Maschine."
    "Wäsche?", echote ich.
    "Ja, Kleidung!", erklärte sie und ich glaubte, einen genervten Tonfall in ihrer Stimme zu vernehmen. Verübeln konnte ich es ihr aber nicht. Ich wusste nicht, wie geschickt ich mich in unserer bisherigen Ehe verhalten hatte, aber ich hoffte, dass ihre leichte Genervtheit nicht meine offensichtliche, aber begründete Dummheit, sondern auf den Dienstreisenstress zurückzuführen war.
    Ob sie es mir übel nahm, wenn ich sie fragte, wie lange wir eigentlich schon verheiratet sein sollten? Oder wohin sie überhaupt gereist war?
    "… sonst stockt sie in der Maschine und fängt an, nach Kohl zu stinken!", fügte sie genervt hinzu.
    "Aha."
    "Aha!?"
    Ihre Stimme erreichte eine neue Oktavenhöhe und ich musste leicht grinsen, ehe ich den Blick an die Decke des Lehrerzimmers richtete. Offensichtlich kam Kohl, egal welcher Art, eine wichtige Rolle in unserer Beziehung, respektive Ehe, zu.
    "Ja, klar, mach ich."
    "Und du solltest mit Max Dechets über Nachhilfe reden!"
    Ich runzelte die Stirn. "Max Dechets?"
    "Ja?!", gab sie zurück. "Der Depp, der immer so komische Vierer schreibt, wie ein Delfin mit Schlaganfall. Ich habe seine Arbeit ganz oben hingelegt."
    Ich verzichtete darauf, sie zu fragen, wie ein Delfin mit Schlaganfall aussah, und biss mir auf die Unterlippe.
    "So schlechte Vektorrechnungen habe ich nicht mehr gesehen, als ich dich bei den Abi-Prüfungen abschreiben habe lassen!"
    Mit einem Mal begriff ich so manches. Sie war Lehrerin für Mathematik und half mir, genau wie in unserer Schulzeit, mit den Aufgaben. Genau diese Aufgaben, die ich in meinem morgendlichen Stress daheim liegen hatte lassen …
    "Schei-"


    #genugprokrastiniertfürheute

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    1. Da fällt die ja echt eine Menge ein. ;) War sehr schön zu lesen, aber ich weiß nicht, ob das so in meinem Text passen würde... Ich muss Nachher eh erst mal nachschauen, wie viel von meinen nächtlichen Wörtern auch nur annähernd brauchbar ist.

      Liebe Grüße

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  5. Vermutlich nicht, das ist purer Dottie-Style – mit albernen Schrott kann ich immer dienen ^^
    Nur Logik und so, das eher weniger.

    Ich hoffe, dass dein Nacht-Output besser ist und vor allem brauchbar. Die Idee ist sehr interessant. Auch wie das mit den Zeitsprüngen erklärt wird *g*

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    1. Danke. Muss ich nur noch hoffen, dass mir die Umsetzung gelingt. Ich muss noch mit einem Gartenschlauch Humor über viele Stellen gießen. ;) Die Geschichte sollte nämlich witzig werden und bis jetzt ist sie das leider nur an wenigen Ecken.

      Liebe Grüße

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