Donnerstag, 30. November 2017

[Falsch aufgewacht] Rohentwurf steht!

Leute,

werft das Konfetti in die Luft! Am 29.11.2017 war es soweit: Ich habe meinen ersten Roman zu Ende geschrieben. Also den Rohentwurf, aber egal. Das soll kein Grund sein, meine Freude zu mindern.

Also... Angefangen habe ich am 1.11.2017, gehofft hatte ich damals ungefähr Ende Januar fertig zu werden. Doch dann lief es plötzlich super... Und dann standen da am 19.11. schon die 50.000 Wörter, die ich für den NaNoWriMo brauche. Huch, wie waren die denn da hin gekommen? Keine Ahnung.

Aber wenn 50.000 Wörter in 19 Tagen möglich sind - schaffe ich es dann, den restlichen Roman auch noch im November zu tippen? Den Versuch wollte ich wagen... Und tippte weiter.

Dann, am 28.11. hatte ich morgens Schmerzen in der Brust und dem Rücken... Und den ganzen Vormittag quälten mich Kopfschmerzen. Aber die Schmerzen sind nicht das Problem gewesen, sondern die Angst. Die Angst, dass es was Ernstes ist.
Am nächsten Morgen waren die Kopfschmerzen auch gleich wieder da - und besagte Angst trieb mich in die Arztpraxis. Ich schrieb mein Ziel, den Roman abzuschließen, ab; Gesundheit geht vor. Doch der nette Hausarzt konnte sich das alles nicht ganz erklären und überwies mich ins Krankenhaus. Verdacht auf Gehirnblutung. Happy Birthday...

Auf WhatsApp sah das Ganze so aus:

Mama: "Brauchst du Hilfe?"
Ich: "Nein, alles okay."
* fängt an zu heulen *
Mama: "Ich kann mir frei nehmen."
Ich: "Danke, brauchst du nicht. Ich sag dir Bescheid, wenn ich mehr weiß."

Und dann kam ich im Krankenhaus an und musste natürlich warten. Und ich hatte verdammt noch mal Angst. Zur Ablenkung holte ich das Handy raus... Und dann ist es passiert: Ich tippte am Roman. Ich konnte es nicht lassen.

Das CT selbst war dann doch eher nicht so schlimm, das Warten auf das Ergebnis dafür umso mehr. Also tippte ich weiter - flüchtete in ein anderes Leben, sozusagen.

Das Ergebnis kam. Und... Mein Gehirn sieht zumindest heile aus! Juhu... Tausend Felsbrocken fielen mir vom Herzen; ich fragte noch schnell, wie es jetzt weiter geht und trat dann direkt den Heimweg an - natürlich rief ich währenddessen Mama an.

Zuhause wirkte die Erleichterung noch nach und so tippte ich beim Mittagessen die letzten Wörter.
Und ganz ehrlich: Es war komisch, im Hinterkopf noch immer die Angst, dass etwas nicht stimmt, vor mir der letzte Satz auf dem Bildschirm. Ein Sieg... Mein erster Roman, bestehend aus 90680 Wörtern. Geschrieben in 29 Tagen.

Und jetzt? Jetzt habe ich Angst vor der Überarbeitung und der Schock der möglichen Gehirnblutung zeigt Nachwirkungen. Ich muss jetzt erst mal mein Leben wieder zusammenflicken, fürchte ich. Aber wenn es Neues gibt oder ich mich zur Ablenkung doch wieder mit schwarze Buchstaben in weißen Worddokumenten beschäftige, dann sage ich Bescheid.

Kommentare:

  1. *KonfettiindieLuftschmeiß*

    HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!
    … und gute Besserung, was auch immer dahinter steckt (vielleicht einfach nur Stress?).

    90.000 Wörter, eine ganze Geschichte, in 29 Tagen – du hast wirklich meinen vollen Respekt, das ist eine Leistung, und ich muss sagen, dass ich ein wenig neidisch bin ^^

    Ich hoffe, dennoch bald mehr von "Falsch aufgewacht" zu lesen, zum Beispiel Gedanken zur Überarbeitung.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke. Inzwischen ist es wieder besser... aber der Arzt tippt doch eher auf eine Gehirnerschütterung, sodass reiten jetzt erst mal verboten ist.

      Ich glaube, ich habe auch einfach Glück - das Studium ist gerade eher ruhig, da habe ich mehr Zeit zum Tippen als die meisten anderen Menschen.

      Sobald es was Neues gibt, melde ich mich. Ich hatte überlegt, ab und zu zumindest 2-4 Sätze als Zitat zu veröffentlichen. :)

      Liebe Grüße

      Löschen

Suche

Folgen mit ...

Folgen mit E-Mail

Impressum | Datenschutzerklärung