Samstag, 25. November 2017

[NaNoWriMo] Wordsprints

Guten Tag, 

Ich möchte euch heute mal ein wenig davon erzählen, warum der National Novel Writing Month für mich so besonders ist, warum er wunderbar als Motivation funktioniert und warum ich im nächsten Jahr sicher wieder dabei bin. 

Es ist nämlich so: @GerNoWriMo heizt seinen Followern auf Twitter im November ordentlich ein. Er motiviert, er gibt kleine Tipps, wenn es mal hängt & er veranstaltet Wordsprints. 

Wordspr... - Was? Zumindest ich wusste Anfang des Monats nicht, was ein Wordsprint ist. Ich habe also nachgefragt und erfahren: 

Bei einem Wordsprint schreibt man ab einem gewissen Zeitpunkt so schnell es geht so viel wie möglich. Ablenkung verboten. Der Startschuss kommt von @GerNoWriMo, beenden tut er das Ganze auch; auf Twitter natürlich. 

Klingt ja schon mal nicht schlecht, oder? Quasi ein kleiner Arschtritt, falls man mal keine Lust zu schreiben hat. 

Doch es kommt noch besser: Nach jedem Sprint meldet man seine Wortzahl als Antwort auf den beendenden Tweet und darf gern auch ein zwei Sätze über den aktuellen Stand der Story verlieren. So bekommt man Einblicke in unzählige Romane (und würde sie am liebsten sofort alle lesen, wenn sie fertig wären!). 

Aber noch was ist genial: Wenn @GerNoWriMo einen Wordsprint startet, gibt er nicht nur die Dauer an, sondern liefert oft auch noch einen Writing Prompt. Manchmal passt der gerade zur Geschichte, manchmal muss man die eigene Idee anpassen; manchmal ignoriert man den Prompt aber auch einfach. Ist ja nur eine Hilfestellung. 

Ich steckte zum Beispiel ein Mal in 10 Minuten Schreibzeit meine Schule in Brandt, weil der Prompt besagte, dass die Alarmanlage anspringt. War vorher so nicht geplant, aber kam mir sehr gelegen,  da ich keine Lust hatte, die Szene im Unterricht weiter zu schreiben. 

Viele, viele Prompts habe ich aber tatsächlich nur auf kleinen Zetteln notiert. Oft fanden die Sprints nämlich dann statt, wenn ich nicht schreiben konnte. Oder aber ich hatte einfach keine Lust, mitzumachen, weil ich ja dann ständig zwischendurch auf Twitter nach Start und Ende schauen muss.
Und wisst ihr was? Die ganzen Zettelchen liegen jetzt in einem überfüllten Ideenglas. 

Irgendwann werde ich daraus einen Roman schreiben, bei dem ich pro Seite einen Prompt ziehe und diesen dann einbauen MUSS. Aber eine zusammenhängende Story soll trotzdem dabei raus kommen. Ob mir das Gelingen wird, wird sich dann zeigen. Aber falls ich es schaffe einen Roman aus Prompts zu schreiben, dann nenne ich ihn Promptoman. Der Name fiel mir heute Nacht im kurz nach zwei ein, als ich kurz aufgewacht bin. Der kleine Möchtegernautor in mir schläft eben nie. ;)

Alles in allem kann ich aber sagen, dass ich die Wordsprints vermissen werde. Ich habe doch so verdammt gern gelesen, was gerade in den Romanen der anderen passiert... Und außerdem kommt man wirklich gut voran, wenn man sich nur auf das Schreiben konzentriert. 

Was ich also auch nach dem NaNoWriMo beibehalten möchte, sind meine Bahnsprints. Zu deutsch: Sobald ich im Zug zwischen Korbach und Frankenberg sitze, weil ich Mama oder Oma besuche, wird getippt, was das Zeug hält. Erfahrungsgemäß sind um die tausend Wörter in 35 Minuten möglich. Theoretisch könnte ich auf den Bahnfahrten das Jahr über einen kompletten Roman schreiben... 

Also: Nächstes Jahr heißt der November wieder NaNoWriMo! Wegen der Motivation, des Austausches und weil ich es liebe, wenn Projekte voran kommen.

Kommentare:

  1. Diese "WordWars" habe ich auch im Nanowrimo (nicht von @GerNoWriMo initiiert, sondern von einer Schreiber-Community) gemacht. Da wurde eine Zeitspanne festgelegt und am Ende hat man seinen geschriebenen Wordcount gepostet, quasi im direkten Battle.

    Ich habe 2,3 Mal mitgemacht … meine große Schwierigkeit ist, dass ich es nicht mag, zu verlieren und daher auch nur mitgemacht habe, wenn ich wusste, dass die Szene, die ich mir herausgepickt habe, Wörter bringt :D … gut, es gab nix zu gewinnen, außer "Ich bin näher am NaNoWriMo-Ziel".

    Das ist eben eine reine Kopfsache, aber ich will der allerbeste sein, wie keiner vor mir war! Ganz allein fang ich sie mir, ich kenne die Gefahr … ach ne, moment, das war Pokemon ^^

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  2. Wenn man immer gewinnen will, ist das natürlich schwierig... Aber irgendwie war mir sowas diesen Monat völlig egal. Mein Ziel ist es, meinen ersten Roman zu schreiben, daheim Kuss ich nicht besser als irgendwer sein.
    Ich finde, Gewinne braucht man auch nicht immer, das gegenseitige motivieren ist schon toll genug :)

    Liebe Grüße

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