Mittwoch, 29. November 2017

[Schreiben] Produktivität

Hallo, 

Wisst ihr eigentlich schon, dass ich ein Frühaufsteher bin? Früher war das zwar anders, aber in der 12. Klasse habe ich mich eben verändert. 

Damals, als ich noch die Nacht zum echten Tag erklärte, schrieb ich auch meistens nachts. Viele Kurzgeschichten sind damals entstanden. Meistens 2 - 3 A4-Seiten, die ich in 2 - 3 Stunden runter schrieb, während ich nebenbei chattete. Ist das produktiv? Ich weiß es nicht und zu dieser Zeit war es mir ja auch egal. 

Doch jetzt ist das anders, vor allem durch den #NaNoWriMo wollte ich doch jeden Tag mindestens die 1.667 Wörter schreiben, um das Ziel zu erreichen. Und als die 50.000 Wörter schon nach 2/3 des Monats standen, da wollte ich den Roman ja noch abschließen, sodass ich eher 3.000 Wörter am Tag anpeilte. 

Und dann fing ich an, über Produktivität nachzudenken. Zu welcher Uhrzeit schreibe ich am schnellsten? Unter welchen Bedingungen? 

Festgestellt habe ich, dass es in der Bahn am besten läuft. Ich habe dann genau 35 Minuten, bis ich aussteige, 2 Minuten schluckt das Hochfahren des Laptops sicher. Aber in der restlichen Zeit schreibe ich, ablenkungsfrei natürlich. Der Laptop hat ja kein Internet...
Und soll ich euch was sagen? Das wirkt. Ca. 1.000 Wörter entstehen auf so einer Bahnfahrt. 

Wenn ich zu Hause schreibe, esse ich meist nebenbei. Da peile ich dann eher 1.000 Wörter pro Stunde an; meistens klappt das, zumindest abends. Mittags bin ich meistens noch langsamer, fragt mich nicht wieso.
Eine Steigerung dieser Unproduktivität lege ich dann höchstens noch hin, wenn ich die Musik aufdrehe, zwischendurch durch's Zimmer tanze und auf Whatsapp und Twitter Gespräche führe. Ähm ja, 600 Wörter in 2,5 Stunden brachte ich in dieser Nacht, in der ich das aus eine Laune heraus "testete", zustande. Keine Glanzleistung - und wie viel davon brauchbar ist, werde ich auch erst bei der Überarbeitung von "Falsch aufgewacht" erfahren. 

Morgens schreibe ich übrigens nicht, da habe ich einfach keine Lust auf sowas. Höchtens Blogposts kann ich da verfassen...

Festzuhalten bleibt also: 

Laptop schlägt Handy.
Ablenkungsfrei schlägt Twitter, Whatsapp, YouTube und das Internet allgemein.
Aber die Kombination von  Schwarztee, alten Freunden auf Whatsapp und netten Leuten auf Twitter tötet jede Produktivität - macht allerdings auch den meisten Spaß. 

Musik stört mich übrigens in der Regel beim Schreiben nicht - die blende ich aus, sofern ich sie nicht voll aufgedreht habe und bewusst Lieder wähle, die ich hören will. 

Wie ist das bei euch? 

Kommentare:

  1. Ich nenne das alles produktiv. Irgendwas kommt ja dabei heraus.
    Bei mir ist die Hochphase des Schreibens nicht wirklich existent, aber morgens mit dem ersten Kaffee geht es ganz gut. Meistens wirds mir dann von der besseren Hälfte verhagelt, so dass ich für diesen Nanowrimo eher die "Tagessoll mit Ach und Krach über den ganzen Tag erreicht"-Produktivität gezeigt habe.
    Musik? So einen "Soundtrack zum Buch"? Gibt es nicht, ich höre meistens ein Lied in der Endlosschleife, wenn überhaupt … Ablenkung habe ich gerne, weil ich momentan ja in der Prokrastinationsphase bin *eigentlichmüssteichplotten*

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    1. Okay, halten wir fest, dass Produktivität Ansichtssache ist ;)
      Ich habe eben das Glück, dass mir niemand rein pfuschen kann, wenn ich zu Hause schreibe. Ablenkung gibt es höchstens via Internet und die kann man ja ignorieren, wenn man will. ;)
      Ein Soundtrack zum Buch wäre mal was... Aber das Lied könnte man am Ende sicher nicht mehr hören, wenn es stundenlang auf Dauerschleife lief...

      Liebe Grüße

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