Dienstag, 21. November 2017

Wie ich zum Schreiben kam (Teil 1)

Hallo, guten Morgen und herzlich willkommen!

Ich denke, wen man den Blog eines Möchtegern-Autors aufruft, dann fragt man sich meist ein paar Dinge:

Worüber schreibt diese Person?
Warum schreibt sie?
Wie hat sie damit angefangen?


Ich möchte heute mal das Pferd von hinten satteln - also bei der letzten dieser Fragen einsteigen.

Allerdings fällt meine persönliche Antwort über meine eigene Schreibgeschichte etwas länger aus, sodass ich das in mehrere Teile teilen möchte.

Wann genau es angefangen hat, weiß ich nicht mehr. Vielleicht in der fünften Klasse, als ich aus einer Bildergeschichte eine Geschichte machte, die meiner Deutschlehrerin gut gefiel und an deren Entstehung ich das erste Mal in meinem Leben wirklich Spaß hatte.

Man könnte auch das Tagebuch, dass ich wenig später im Winter 2009/10 aus der Sicht eines Flaschenlammes schrieb, als den Beginn meiner schreibenden Tätigkeit sehen, weil das das erste war, was ich wirklich freiwillig und für mich geschrieben habe. Schade, dass die Datei weg ist bzw. ich keinen PC mehr habe, der die uralte Festplatte lesen kann.

Vielleicht war aber auch der Geschichtenwettbewerb meiner Schule, an dem ich 2011 in der siebten Klasse teilnahm, der Startschuss? Natürlich habe ich da gehofft, dass meine Geschichte zu den Siegern zählt und somit in einem Sammelband erscheint. Natürlich hat es nicht geklappt. Der Traum, in meinem Leben ein Buch zu schreiben und zu veröffentlichen war geboren.

Trotzdem nenne ich als Beginn meiner Leidenschaft fürs Schreiben gerne die Geschichte "Das Gegurke durch Mölln".
Es war nämlich so, dass ich 2011 mit meinen zwei Halbgeschwistern väterlicherseits die Großeltern in Schleswig Holstein besuchten. Nachdem wir in Ratzeburg eine Schiffsrundfahrt auf dem See gemacht hatten, mussten wir natürlich auch wieder nach Hause kommen. Dummerweise war das eine Umleitung, die uns durch Mölln führte. Da sie allerdings furchtbar schlecht ausgeschildert war, kamen wir mehrfach an den gleichen Ecken vorbei und fand kaum noch aus der Stadt heraus. Und mein Opa mit den Talent für das Erzählen von Geschichten fing dann zur Unterhaltung eben an, sich darüber lustig zu machen, wo wir alles vorbei kamen, ohne es zu wollen. Irgendwann driftete er ab und beschrieb, dass wir nach der Fahrtzeit sogar Krokodile in der Wüste gesehen hatten... Krokodile in der Wüste, obwohl man nur nach Hause will? Ich mochte die Idee. Und somit schrieb ich eine ähnliche Geschichte ein paar Tage später und schenkte sie meinem Opa zum Geburtstag (oder war es Weihnachten?)

Im nächsten Sommer dann erzählte er mir, dass er sie sehr gern gelesen habe. Und da beschloss ich, ihm zu jedem folgenden Geburtstag oder Weihnachtsfest eine Geschichte zu schreiben. Das habe ich dann auch getan, bis zum Sommer 2017. Jahrelang also, jedes Jahr zwei Kurzgeschichten mindestens. Und deswegen ist das der gefühlte Beginn meiner "Schreibkarriere".

Nachdem "Das Gegurke durch Mölln" und "Das einäugige Schaf" als erste Kurzgeschichten verfasst waren, kam dann 2012 der Sommer, in dem ich meine Oma von der Gartenarbeit ablenkte. Wir philosophierten darüber, wie ein Tier wohl den Tag erlebt... Und dann beschloss ich, eine Geschichte aus der Sicht einer Ziege zu schreiben. Das sollte das Buch werden, von dem ich ja nun schon eine Weile träumte.

Ein paar Wochen lang landete also öfter mal ein Kapitel zum Probelesen bei meiner Oma im Postfach. Nach 20 A4-Seiten war ich fertig und schenkte meinem Onkel die Geschichte zu Weihnachten. Und veröffentlicht ist sie bis heute nicht, der Traum vom eigenen Buch lag brach und ich blieb bei bei Kurzgeschichten, die ab und zu auch den Weg auf meinen Blog "Habutschu" fanden.

Doch dann kam der August des Jahres 2017. Und was sich da änderte, erfahrt ihr in Teil zwei.

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