Donnerstag, 14. Dezember 2017

[Kurzgeschichte] Meine ersten Drabbles

Hallo ihr!

Das heutige Motto lautet: In der Kürze liegt die Würze. Denn heute geht es um Drabbles. Ja, richtig gelesen. Aber kannst du dir unter dem Wort "Drabble" nichts vorstellen? Ich gebe zu, dass mir das bis vor einer Weile auch so ging. Doch dann bin ich auf dem Blog eines Autors über diese Textgattung gestolpert und habe beschlossen: Ich will sowas auch mal probieren!

Also: Was ist ein Drabble?
Die Antwort ist ganz einfach: Ein Drabble ist eine Geschichte, die nur aus 100Wörter besteht. Aber die Überschrift darf nicht mitgezählt werden.

Ich denke, es wird schnell klar, was so reizvoll an diesem Genre ist: Man muss sich auf das Wesentliche beschränken. Und gerade mir als Labertante kann das sicher nicht schaden.

Und so habe ich es versucht - mit Kugelschreiber auf der Rückseite meines Collegeblocks. Ähm. Bescheidene Idee, muss ich zugeben. Ständig muss man nachzählen und verzählt sich und durch das viele durchgestrichene Zeug wird es schnell unübersichtlich.
Zu Hause habe ich dann meine beiden Texte abgetippt - und merkte: In Word geht das super. Man sieht ja immer, wie viel man noch schreiben darf. Falls ihr es also selbst probieren wollt, rate ich euch, es in einem Programm mit Wordcounter zu machen.

Und jetzt habe ich euch genug über diese Mini-Kurzgeschichten erzählt. Zeit, euch das Ergebnis zu präsentieren:

Hundert
Wieder blockiert Tom unseren gemeinsamen Computer, während er an einem seiner Romane schreibt.
„Glaubst du, du kannst mit genau 100 Wörtern eine Geschichte schreiben?“, frage ich.
„Wozu soll das gut sein?“
„Es wirkt sich angeblich positiv auf den Schreibstil aus. Sowas würde deinen Romanen sicher guttun.“
„Glaube ich dir nicht.“
„Ich mache dir einen Vorschlag: Wenn du es in einer Stunde hinbekommst, überlasse ich dir morgen den ganzen Tag den Computer. Deal?“
Es wirkt. Er tippt wild drauf los. Hoffentlich schafft er es, denn morgen will mein Deutschlehrer genau so eine Geschichte haben und mir fällt selbst absolut nichts ein.

Stilmittel
„Oh nein, Anna schon wieder.“, denke ich. Sie nervt mich ständig, wenn ich an meinen Texten schreibe.
„Hast du eigentlich schon mal von Stilmitteln gehört? Benutzt du sowas auch?“
„Nein, natürlich nicht! Wie kommst du drauf, dass ich so einen Mist schreiben würde?“
„Meine Deutschlehrerin sagt, dass alle Werke ohne die Dinger wertlos sind. Dein Roman also auch.“
„Danke Anna, dass du mir ständig Mut zusprichst. Hau endlich ab!“
„Blödmann“, ruft sie noch beim Verlassen des Zimmers. Dabei ist sie der Blödmann. Stilmittel braucht man doch heutzutage nicht mehr. Schließlich schreibe ich für echte Menschen und nicht etwa für Deutschlehrer.

Und jetzt: Bitte kritisiert alles, was ihr kritisieren wollt. Oder erzählt mir, was ihr von so kurzen Texten haltet.

Kommentare:

  1. Ich denke dass diese Methode (die ich tatsächlich nicht kannte) sehr gut geeignet ist, um selbst zu merken, dass man manchmal viel zu lange um den heißen Brei umherschreibt/-redet, statt auf den Punkt zu kommen. Aber ich selbst hätte da auch so meine Probleme mit nur 100 Wörtern, daher Respekt vor deinem Ergebnis :)

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    1. Ich hätte selbst auch anfangs nicht gedacht, dass man mit so wenigen Worten eine Geschichte erzählen kann... aber der Selbstversuch hat gezeigt: Wenn die Ansprüche nicht zu hoch sind, klappt es. Man braucht nur die passende Idee.

      Liebe Grüße

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