Samstag, 10. Februar 2018

Eine Perspektive oder lieber mehr?

Hallo ihr Lieben!

Wir kennen das alle: Man schlägt ein Buch auf und liest die ersten Seiten. Und dann: Wird die nächste Stelle plötzlich aus Sicht einer anderen Person geschildert. Manchmal verwirrt sowas mich ganz schön doll, wenn ich das lesen muss.

....

Nachtrag:

HAHAHA. Klasse. Ich entschuldige mich dann mal dafür, dass ich den Beginn meines ersten Entwurfs statt dem fertigen Text veröffentlicht habe. Was ich eigentlich schreiben wollte:
Hallo ihr Lieben. 

Na, aus welcher Perspektive ist das Buch geschrieben, dass ihr gerade lest?

Ich habe Anfang des Monats in der Bahn "Blutroter Sonntag" gelesen. Wird erzählt aus der dritten Person, entweder aus Sicht der Protagonistin oder eines Kommissars. Das wechselt eben... 

Doch da stellt sich mir dann die Frage: Je mehr Perspektiven desto besser? 

Ich habe schon oft Bücher in der Hand gehabt, bei denen die Perspektive wechselt. Ich glaube sogar, dass die meisten Bücher, die ich gelesen habe, so geschrieben sind. Manchmal fällt es mir nur nicht so auf. 

Denn wenn eine Geschichte vom personalen Erzähler in der Er-/Sie-Form erzählt wird, merke ich kaum, wenn die Sicht wechselt. Die Perspektivwechsel ergeben sich dann einfach aus dem Geschehen heraus. 
Anders sieht das aus, wenn aus der Ich-Form erzählt wird. Da merkt man sofort, wenn die Perspektive wechselt. Und in dem Fall bin ich bei den ersten Wechseln im Buch auch oft verwirrt, weil ich nicht weiß, aus wessen Sicht ich gerade die Geschichte erzählt bekomme. Schreibt ja niemand "Ich bin XY und erzähle jetzt weiter...", wenn er die Perspektive wechselt. 

Als ich noch zur Schule ging, fand ich es furchtbar affig, die Perspektive unter die Lupe zu nehmen, doch jetzt, wo ich selbst schreibe, hat sich das mal wieder geändert. 

Jedes Mal, wenn ich einen meiner Texte korrigiere, frage ich mich, ob eine anders gewählte Perspektive nicht sinnvoller sein könnte. 

Aufgefallen ist mir, dass ich hauptsächlich den Ich-Erzähler erzählen lasse. Und zwar nur einen Einzigen pro Geschichte. 
Doch ist das wirklich so schlau? Wenn die meisten Bücher in den Buchhandlungen mehrere Perspektiven haben, dann muss das doch einen Grund haben! 

Und deswegen wage ich jetzt den Versuch: Eine Geschichte aus mehreren Perspektiven erzählen. "Saustarke Ziegenflucht" ist mein Versuchprojekt. Den Großteil der Geschichte erzählt der Ziegenbock Freddy als Ich-Erzähler. In halbwegs regelmäßigen Abständen habe ich aber auch aus Sicht einer Sau geschrieben - allerdings in Er-Sie-Form. Ob das so schlau war? Ganz sicher bin ich mir da noch nicht. 

Ich denke, das mit der Perspektive ist wirklich etwas, das man ausprobieren muss... Und üben. 
Also werde ich weiter üben - mal sehen, ob ich mich dabei irgendwann auch von der Ich-Form verabschiede. 

Und, schreibt ihr aus einer Perspektive oder aus mehreren? 

Kommentare:

  1. … das ist aber ein kurzer Blogbeitrag, fehlt da noch was? xD

    Ich mag Perspektivenwechsel SCHREIBEN absolut nicht, aber das hängt – glaube ich – bisschen mit dem Grundtenor der meisten meiner Geschichten zusammen: Ein Charakter landet in einer für ihn neuen Welt. Die meisten Mitspieler sind aus der neuen Welt, wenn ich nun aus ihrer Perspektive schreibe, geht viel von der Aura des Unbekannten für den Leser verloren. Ist natürlich nicht ganz unproblematisch. Vielleicht nervt mich der Hauptcharakter ja irgendwann (passiert oft) oder, wie vor dem Start des aktuellen Projektes angemerkt nach einer Frage zur Perspektive von mir, kann das sehr zur Spannung beitragen, wenn plötzlich aus der Sicht des Mörders geschildert wird … aber da muss ich nun durch :)

    Perspektivwechsel LESEN – verwirrt mich auch, ist in vielen Genres aber gang und gäbe, vor allem in Liebesschmonzetten wohl, wenn ich nach Kommentaren erfahrener Leser gehe (muss mal meine AL fragen). Ob sie da notwendig sind, ist eine andere Frage … sind sie es? Hm … keine Ahnung, darüber kann man sich sicher ewig auslassen.

    Meine Meinung:
    Wenn man die Geschichte gut erzählt, reicht eine Perspektive.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke für den Hinweis ... Der Text lag noch fertig getippt in Evernote rum. ich habe den Post jetzt aktualisiert.

      Wenn du deine Figur in eine völlig neue Welt wirfst, kann ich gut verstehen, dass du nur aus ihrer Sicht schreibst. Aber da mich manchmal meine Charaktere auch nerven, versuche ich vielleicht bald doch, öfter mit Perspektivwechseln zu arbeiten.

      Deine Meinung klingt irgendwie schön - wobei das ja auch heißen würde, dass ich nicht üben sollte, mit mehreren Perspektiven zu schreiben?

      Liebe Grüße

      Löschen
    2. Ob du es übst, bleibt dir selbst überlassen :)
      Das ist ja meine Meinung aus meiner Schreiberfahrung herausgebildet …

      Ich habe eigentlich, seit ich schreibe, immer nur eine Perspektive (früher immer ER, mittlerweile schreibe ich nur noch ICH und verzweifle fast) gehabt. Bei einem Projekt habe ich einzelne Kapitel aus der Sicht der Antagonisten vorgesehen (aber das schreibe ich aktuell nicht). Vielleicht sollte *ich* es mal üben?

      Aber wie gesagt, mein aktuelles Projekt hat die "Neue Welt"-Thematik, da empfinde ich es als wenig zielführend, auch wenn der HC halt etwas dumm wirkt, wenn er dauernd nachfragt. Aber das musste Harry Potter auch *ggg*

      Löschen
  2. Ich mag verschiedene Perspektiven. Aber bitte nicht, wenn jede das erlebte noch mal aus seiner Sicht erzählt. Schön finde ich es, wenn so nach und nach sich dann alles zusammen fügt. Ich habe grad ein Buch gelesen, in dem die Protagonistin in der 1. Person erzählt hat und ihr Gegenspieler in der 3. Person. So wusste ich immer ganz genau wer gerade dran ist und wessen Sicht es ist.
    LG Kerstin

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ahrrg, wenn irgendwas doppelt erzählt wird, kann ich das auch nicht ausstehen. Es muss sich schon zusammenfügen - und am besten auch nicht parallel sondern nacheinander passieren. Dann habe ich die wenigsten Probleme beim Lesen.

      Liebe Grüße

      Löschen

Suche

Folgen mit ...

Folgen mit E-Mail

Impressum | Datenschutzerklärung