Dienstag, 27. Februar 2018

Ich werde falsch veröffentlichen!


Hallo ihr Lieben, 

kurz vor Ende von #28daysofblogging kommt jetzt mein großes Geständnis.

Wisst ihr, dass mein Vater verwundert war, als er fragte, was ich mit meinem Buch ungefähr verdienen werde?

Nur 1 € Gewinn pro Buch? Und wie viele verkauft man da so?

Naja, wenn man bekannt ist, verkauft man viele Bücher. Aber wenn man Tabea Studt ist, noch kein einziges Buch rausgebracht hat und keinen Verlag suchen will – wenig. 

Reich wirst du ja dabei nicht, oder?

Nö. Das ist auch nicht Sinn der Sache.

Ende des Gesprächs. Was ich nicht erwähnte: Ich würde eher arm beim Schreiben werden, wenn ich es „richtig“ machen würde.

Bücher zum Verkauf anzubieten, die nicht lektoriert sind, ist etwas, worüber die meisten Menschen (Leser und andere Autoren) nicht erfreut sind. Denn: Lektoren sind wichtig, um das Beste aus der Geschichte rauszuholen. Und schlechte Geschichten sorgen für unzufriedene Leser – die das Problem gleich verallgemeinern und alle Selfpublisher verteufeln. Also: Wer Bücher schreibt, sollte bis zu ein paar Tausender für das Lektorat einplanen.

Und dann ist da noch das Korrektorat. Hier geht es dann darum, die Rechtschreib-, Zeichensetzungs- und Grammatikfehler zu entfernen. Leser mögen keine Bücher mit Fehlern. Also: Wer Bücher schreibt, sollte noch mal ein bisschen Geld für das Lektorat einplanen.

Okay, Text ist jetzt also in Ordnung. Auf zur Verpackung – ein Cover braucht das Buch. Und dieses Cover darf man nicht selbst basteln, denn es muss nach etwas aussehen, damit das Buch gekauft wird. Und das kriegt nur ein Coverdesigner wirklich hin. Also: Wer Bücher schreibt, plane auch für ein professionelles Cover Geld ein.

So – das Buch ist endlich fertig. Vergiss bloß das Werbebudget nicht, damit das Buch auch gekauft wird.

Habe ich alles schon mehrfach gehört und gelesen und trotzdem: Ich nicht!

Mein Buch wird es nur ohne Lektorat geben. Ohne Korrektorat. Und mit selbstgebasteltem Cover.

Warum? Mir macht das Schreiben Spaß. Und entweder, die Leute wollen das so lesen oder sie lassen es bleiben. Ich glaube nämlich nicht, dass so viele Leute an dem Buch Interesse haben werden, dass ich das Geld je wiederbekommen würde, wenn ich es investieren würde.

Ein teures Hobby reicht für mich. Und dieses teure Hobby trägt den Namen Adena und wohnt im Pferdestall.


Kommentare:

  1. Ach herrje, ich hatte keine Ahnung, dass der Autor diese Kosten tragen muss! Schade, das macht es unbekannten Autoren ja nicht gerade leicht.

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    1. Normalerweise trägt der Autor die Kosten ja auch nicht, weil der Verlag das macht. Ich bin nur zur feige für die ganzen Absagen.

      Liebe Grüße

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  2. Und selbst wenn man über einen Verlag veröffentlicht und keinen Namen in der Branche hat, bekommt man aus einem Buchverkauf keinen Euro heraus ;-) Mein Buch wird als eBook vom Verlag für 2,99 Euro verkauft - da ist noch nicht mal ein Euro pro Buch, was da für hängen bleibt - und dann kommt noch die Steuer ;-)

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    1. Was da für mich hängen bleibt, wollte ich schreiben^^

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    2. Ich wollte auch gar nicht sagen, dass Verlagsautoren besser verdienen - nur die müssen eben nicht im Voraus auch noch bezahlen. Nicht viel verdienen wäre okay - aber ich denke halt, dass die Ausgaben die Einnahmen nicht decken würden.

      Liebe Grüße

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