Montag, 19. Februar 2018

Schreibfreie Tage


Hallo ihr Lieben,



wisst ihr, was eigentlich fast schon peinlich ist? Genau einen Tag, nachdem der Post über das tägliche Schreiben online ging, habe ich aufgehört, täglich zu schreiben.

Es lief jedoch keinesfalls so ab, dass ich mir dachte: Nee, du schreibst jetzt nicht mehr jeden Tag! Es muss doch was besonderes bleiben.



Vielmehr ist es so, dass ich jetzt wieder arbeiten muss. Das heißt: 7,5 Stunden pro Tag vor dem Bildschirm. Man rechne dann noch die Zeiten weg, in denen ich auf dem Weg zur Arbeit bin oder Mittagspause habe … es bleibt nicht mehr viel vom Tag.

Schritt 1, wenn ich nach Hause komme: Was zu essen machen. Muss manchmal einfach sein. ;)

Schritt 2: Pony besuchen und im Stall helfen. Weil ich das schon so lange mache und sonst ein schlechtes Gewissen hätte, obwohl ich eigentlich nicht helfen muss.

Schritt 3: Schon wieder Bildschirm? NEIN, DANKE!



Und genau das ist das Problem: Ich habe im Moment kaum Lust an den Laptop zu gehen, wenn ich Zeit dafür habe. Selbst auf mein Handydisplay starre ich viel weniger. 10 – 20 Blogposts am Tag lesen, so wie früher? Ach, keine Lust.

Texte für Blogs tippen? Och, nee.

Und schreiben? Bitte nicht.



Und so wurde aus „Bitte nicht“ ein Mach-ich-nicht. Man kann ja mal einen Tag Pause machen.

Doch am nächsten Tag war es wieder das Gleiche: Nee, Lust habe ich nicht wirklich. Da habe ich trotzdem eine Weile geschrieben, aber nicht viel. Und dann habe ich meine Unlust auf das Projekt geschoben und bin mit einem Buch im Bett verschwunden.



Was allerdings bleibt, ist die Frage, ob ich wirklich schreiben will, wenn ich eigentlich keine Lust auf Bildschirme habe. Die Alternative wäre jetzt vielleicht, mit der Hand auf waschechtes Papier zu schreiben, so wie Katharina das gerne macht.

Aber dann muss ich ja alles später irgendwann noch mal abtippen. Darauf habe ich dann auch keine Lust.

Vielleicht sollte ich mir eine Funk-Tastatur besorgen, sodass ich mich ohne Bildschirm ins Bett legen und tippen kann. Nur ob dann die Wörter im Dokument stehen werden, die ich da stehen haben wollte?



Wer hat einen Ratschlag? 


Kommentare:

  1. So Phasen gibt es immer wieder. Ich sitze dann meist doch vor dem PC und prokrastiniere. Sehr effektiv hat sich das Anhauen der Testleserin erwiesen, die ebenfalls schreibt … ich frag dann immer, ob sie beim Überarbeiten weiterkam und dann haue ich ihr Dropboxkommentare um die Ohren ^^

    Probiere doch mal das händische Schreiben oder zeichne was zu deiner Story?

    Ich habe dann damals eben auch das tägliche Soll auf die 300 Wörter heruntergeschraubt und wenn es mal nicht klappt – egal, es ist kein Wettbewerb! Ich beschäftige mich trotzdem täglich mit dem Projekt, da ich am Abend immer, selbst wenn es nur ein paar Worte waren, ein neues eBook erzeuge und auf mein Handy zum abendlichen Lesen lade. Vielleicht kommt mir beim Lesen ja eine Idee – die wird dann mit der Notizenfunktion in der KindleApp notiert und am Morgen eingepflegt, wenn es was kleines ist (einzelne Sätze, Rechtschreibkorrekturen), bei größeren ein Kommentar oder wenn Zeit zum Schreiben ist: Eben der ganze Block.

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    1. Eine richtig aktive Testleserin konnte ich noch nicht auftreiben - von 4 von 5 Testlesern habe ich noch nichts gehört, seit sie vor 7 Wochen den Text bekommen haben.
      Was zu zeichnen ist eine nette Idee! Dann hab ich was, was ich als "Illustration" benutzen kann. Ich denke, zu meinem Schreibstil passen unprofessionelle Kritzelein gar nicht so schlecht.

      Danke für denn Tipp, das Soll noch mal runterzuschrauben. Ich habe das jetzt übernommen - und meinen Roman ziehe ich gleich noch auf den E-Reader.

      Liebe Grüße

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    2. Ja, das ist leider das Problem – das Aktiv-Sein. Ich hadere immer noch, in einer Schreibcommunity einen Aufruf zu starten, immerhin weiß ich, dass ich das aktuelle Ding noch stark kürzen werden muss …

      Und als Schreiberling will man ja wissen, wie es ankommt und ist neugierig. Der jetzigen stelle ich eben meine unqualifizierten Kommentare als Testleser auch zur Verfügung … ob es ihr soviel nutzt wie ihre Kommentare mir, keine Ahnung :D
      … aber kapitelweise geht es ganz gut statt eben einen ganzen Schwung an Wörtern.


      Ich habe mich auf dein Twitter-Gesuch übrigens nicht gemeldet – auch wenn ich neugierig bin –, weil mir einfach die Zeit fehlt, eine Story ganz durchzuackern (muss ja schreiben) und ich nicht weiß, ob meine Anmerkungen dir was bringen würden. Ich bin nämlich manchmal sehr … unnett zu Charakteren. Oder zu gewissen Wörtern. Oder Formulierungen ("Klingt scheiße, mach das weg/anders") :D

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    3. Ich kann gut verstehen, dass dir die Zeit fehlt - mir fehlt sie ja selbst auch. Ich will noch sooo viel schreiben, aber komme beim Überarbeiten des alten Zeugs sooo langsam voran. Es ist manchmal ein bisschen frustrierend.
      Ich denke, ich werde am Ende meine Oma mit dem Text nerven. Was besseres fällt mir im Moment nicht ein.

      Liebe Grüße

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  2. Liebe Tabea,
    Das kann ich total verstehen! Hast du denn eine schöne bzw. lesbare Handschrift? Dann brauchst du es gar nicht einzutippen, sondern nur scannen! Hat doch auch etwas - wir suchen doch immer eine Schriftart heraus...
    Das mit dem Lesen geht mir auch so wie dir: Ich kann manchmal einfach gar nicht mehr! Ich nehme mir jetzt am Wochenende "lesefrei". Und am Montag suche ich die Artikel heraus, die mich interessieren, denn 60 Artikel nachholen... ähm, nein!
    Viele Grüße, Izabella

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    1. Schön? Naja. Lesbar? Nur, wenn ich mich nicht verschreibe. Denn ich streiche nicht durch oder nutze Tippex oder sowas - ich schreibe einfach die richtigen Buchstaben auf die falschen drauf. Schlimme Angewohnheit!
      Aber Abtippen müsste ich so oder so, weil ich das ja noch überarbeiten will - und gerade die Szenen für den Roman brauche ich schon in meinem Word-Dokument. ;) Welcher Leser kauft bitte ein Buch, dass auf handschriftlich geschrieben Seiten besteht?

      Ich nehme mir eher unter der Woche frei von der Bloggerwelt und lese da nur Papier. Am Wochenende wird dann das Interessante nachgeholt.

      Liebe Grüße

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