Dienstag, 13. Februar 2018

Umgangssprache oder nicht?

Hallo! 

Oder sollte ich besser "Moin!" schreiben? 

Jedenfalls geht es hier und heute um Umgangssprache. Im Alltag kann man die ja ganz gut benutzen, vor allem im Umgang mit anderen Menschen, stimmt's? 
Und selbst wenn ihr nur meinen Blog (oder meinen anderen Blog) lest - die Umgangssprache wird euch verfolgen. Ich benutze sie ohne Unterlass. 

Und ja: auch in meinen Romanen und Kurzgeschichten. Anfangs ist mir das nicht mal aufgefallen. Doch dann gab ich meiner Freundin die ersten Kapitel von "Ein tierischer Tag" und sie merkte genau das an: Zu viele Füllwörter. Zu viel Umgangssprache. 

Ich öffnete den Text selbst noch mal, las zwei Sätze und stellte fest: Sie hat mehr als recht! 

Und dann kam der nächste Gedanke: Aber mein Schreibstil ist nun mal so. Ich kann doch nicht jeden Satz neu schreiben - was bleibt denn dann von mir übrig? 

Und dann: Ist Umgangssprache denn wirklich so schlimm? 
Ist es wirklich so schlimm, wenn ich schreibe, wie ich spreche und dann behaupte, dass das meine Texte ausmacht? Meine Bücher sollen unterhalten und Leute zum Lachen bringen - warum nicht mit Satzkonstruktionen, die mir sonst auch auf der Straße begegnen? 

Und das Ende diese "Tabea überlegt, was sie machen soll"-Geschichte gibt es nicht. Ich schwanke immer noch zwischen "weg mit der Umgangssprache" und "ey, das muss so!". 

Daher meine Frage an euch: Ist es euch wichtig, dass Romane möglichst hochdeutsch geschrieben sind und keine / wenig Umgangssprache enthalten? 

Kommentare:

  1. Naja also eigentlich lockert eine umgangssprachliche Schreibweise einen Text auf, es sollte aber immer im Gleichgewicht bleiben. Ich denke, ein ganzes Buch im "Ey-Alta-Stil" ist ziemlich schwer zu lesen. Meiner Meinung sorgen umgangssprachliche wörtliche Reden aber auch für authentische Elemente.

    LG Sebastian

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    1. Danke für deine Einschätzung! Umgangssprache muss ja nicht immer "Ey-Alter-Stil" sein. Allein schon Füllwörter machen einen großen Teil der Umgangssprache aus. Vielleicht sollte ich mich trotzdem darauf konzentrieren, Umgangssprache nur in wörtlicher Rede einzusetzen.

      Liebe Grüße

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  2. Manche als Umgangssprache deklarierten Wörter bleiben in meinen Texten. Aber ansonsten achte ich schon darauf, dass es in einem guten (?) Deutsch geschrieben ist.
    Beim Lesen möchte ich es auch verstehen, vieles an Umgangssprache ist ja auch lokal begrenzt und das versteht dann nicht jeder. Die Frage ist halt, ob du es bei Dialogen verwendest oder auch in Beschreibungen`.

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    1. Bei mir beschränkt sich die Umgangssprache größtenteils auf Füllwörter, also sollte ich da wohl doch vieles streichen.
      Aber lokal begrenzte Umgangssprache ist wirklich schwierig. Da bin ich ganz froh, dass Nordhessen kaum "eigene" Wörter zu haben scheint... Nur bei Wurstwaren kenne ich x Wörter für die gleiche Wurstsorte.

      Liebe Grüße

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