Freitag, 16. Februar 2018

Vergangenheit oder Gegenwart?

Hallo ihr Lieben,

Zwei Zeitformen begegnen mir in Büchern immer wieder: Die Vergangenheit und die Gegenwart.

In der Schule habe gelernt: Geschichten schreibt man im Präteritum. Daher war ich eine Weile verwirrt, wenn Bücher in der Gegenwart geschrieben sind.
Für mich war es daher auch logisch, "Falsch aufgewacht" in der der Vergangenheit zu tippen.

Beim Korrekturlesen im Dezember war ich dann aber doch der Meinung, dass ich alles in der Gegenwart schreiben sollte. Und so änderte ich dann eben alle Verben auf 250 Seiten. War nicht so lustig - und ob es sinnvoll war, weiß ich bis heute nicht.
Meine Überlegung war nämlich, dass der Text lebendiger wird, wenn ich ihn im Präsens schreibe. Aber Präteritum scheint eben doch üblicher zu sein - wahrscheinlich auch, weil man Geschichten immer erst erzählen kann, wenn man sie erlebt hat, oder?

Seitdem schreibe ich trotzdem alle Texte im Präsens - außer den einen, den ich auf Englisch schreibe. Und da ärgere ich mich dann, dass ich unregelmäßige Verbformen googlen muss.

Was lest ihr lieber: Vergangenheit oder Gegenwart?

Kommentare:

  1. Ich habe da ehrlich gesagt noch nie drauf geachtet, aber ich würde spontan sagen: Präsens. Dann ist die Geschichte viel näher und kann sich entfalten. Alles ist möglich.
    In der Vergangenheitsform ist klar, dass schon feststeht, was noch passieren wird.
    LG Lexa

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Die Frage ist nur: Ist es schlimm, wenn alles schon feststeht? Denn in irgendeiner Art tut es das bei den meisten Autoren ja sowieso, da vorher ein Plot geschrieben wird. Und solange der Erzähler nicht vorgreift?

      Liebe Grüße

      Löschen
    2. Der Autor sollte natürlich wissen, wie die Geschichte weitergeht. Aber ich als Leser habe gerne das Gefühl, als ob noch alles offen ist und die Geschichte sich in jede Richtung entwickeln kann. Dieses Gefühl fehlt bei Geschichten, die im Nachhinein von einem Erzähler berichtet werden und nicht so geschrieben sind, als würden sie gerade jetzt in diesem Moment passieren.
      LG Lexa

      Löschen
  2. Ich lese lieber Vergangenheit. Das erste Buch, das ich wissentlich im Präsens mitgenommen habe, waren die Tribute. Ich habe recht lange gebraucht, um zu verstehen, wieso es mir so komisch vorkam ;)
    … zum Schreiben finde ich Präsens immer komisch, auch wenn ich mittlerweile einige Versuche gemacht habe. Das Problem ist dann eher, dass ich beim Wechsel öfter strauchle und plötzlich falsche Zeitformen einbaue -___-

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich fand es anfangs auch richtig merkwürdig, im Präsens zu schreiben - und auch jetzt verfalle ich manchmal noch in die Vergangenheitsform, wenn ich nicht aufpasse.
      Aber du hast recht - wenn man zum ersten Mal im Präsens liest, ist es merkwürdig. Da habe ich mich irgendwann letztes Jahr mal drüber gewundert. Inzwischen lese ich sowas aber gerne. :)

      Liebe Grüße

      Löschen

Suche

Folgen mit ...

Folgen mit E-Mail

Impressum | Datenschutzerklärung